Regional erhebliche Unterschiede


Gehalt aktuell PersonalMarkt hat mehr als 200.000 aktuelle Gehaltsdaten aus über 90 deutschen Städten ausgewertet und in ein Ranking gebracht. Fazit: Die Gehälter klaffen nach wie vor regional stark auseinander. Die höchsten Gehälter werden weiterhin in Frankfurt am Main, München, Leverkusen, Wiesbaden, Düsseldorf und Stuttgart gezahlt. Auf den hinteren Plätzen liegen die Städte Schwerin, Stralsund, Wismar, Cottbus und Frankfurt an der Oder.

"Die Regionen Ostdeutschlands haben in den Jahren von 1990 bis etwa 2007 langsam aber stetig aufgeholt. Allerdings ist dieser Prozess in den letzten Jahren ins Stocken gekommen", sagt Tim Böger, Geschäftsführer von PersonalMarkt und Projektleiter der Studie. Dem Trend der letzten Jahre, nach dem sich die Gehälter im Osten und Westen mehr und mehr angeglichen haben, folgt die aktuelle Datenlage nicht: Der Osten holt gegenüber dem Westen momentan nicht mehr auf.

Allerdings zeigt die Auswertung auch: Ab einem Gehaltsniveau von ca. 65.000 spielt die Region eine deutlich geringere Rolle. So liegt die Spanne bei denjenigen, die über 65.000 Euro im Jahr verdienen, zwischen 90,5 Prozent in Frankfurt an der Oder und 110,9 Prozent in Frankfurt am Main. Bei denjenigen, die unter 65.000 Euro im Jahr verdienen, liegt die Spanne dagegen zwischen 76,5 Prozent in Frankfurt an der Oder und 111,9 Prozent in München. Je höher das Gehaltsniveau liegt, umso geringer ist also der Einfluss der Region.

Um Spezialisten- oder Führungsstellen zu besetzen bzw. die Mitarbeiter auf diesen Stellen zu halten, ist bundesweit also ein meist ähnlicher finanzieller Aufwand notwendig. Dieser Personenkreis ist in der Regel erstens mobiler und hat zweitens durch das höhere Gehalt auch die Möglichkeit, in den attraktivsten Regionen die Lebenshaltungskosten zu tragen. Damit ist der Arbeitgeber aber gefordert, einen Ausgleich für die weniger attraktive Region zu zahlen.

Hohe Gehaltsniveaus haben neben attraktiven Lagen aber natürlich weitere Gründe. Während hier in Frankfurt am Main Bankenlandschaft und die logistisch erstklassige Lage zu nennen sind, ist es in der bayerischen Landeshauptstadt München die hohe Dichte von DAX-Unternehmen, die dort ihren Sitz haben wie es in Leverkusen die Prägung durch die Bayer AG und Firmen wie dem Bremsbelaghersteller TMD Friction ist. Von starken Arbeitgebern profitieren ganze Regionen.

Kleinere Verschiebungen hat es überall gegeben: im Spitzenbereich ist Düsseldorf leicht an Stuttgart vorbeigezogen, auf den hinteren Plätzen hat Berlin Dresden wieder überholt. Nach wie vor gibt es bei den Gehältern ein starkes West-Ost- und Stadt-Land-Gefälle. In Berlin steigt erst jetzt das Gehaltsniveau ganz langsam an - nachdem seit bald 20 Jahren immense Gelder in die Hauptstadtfuntktionen investiert wurden und weiter investiert werden. Allerdings gilt generell: Die hohen Gehälter in teuren Regionen heben den Nachteil der meist noch höheren Lebenshaltungskosten in der Regel nicht auf. Vor allem die hohen Mieten schlagen hier negativ zu Buche.

In der Karte unten haben wir die Unterschiede in den Gehältern einmal am Beispiel eines Softwareentwicklers demonstriert, der z.B. in Lübeck, das fast genau im Bundesschnitt liegt, 50.000 Euro verdienen würde. Die gesamte Regionentabelle, die wie die Karte auch keine Eingrenzung in der Gehaltshöhe berücksichtigt, können Sie sich hier herunterladen. Sind Sie interessiert an regeionalen Einflüssen für bestimmte Funktionen freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ein Softwareentwickler, der im Bundesschnitt bei 50.000 € liegen würde, verdient in ... (einfach auf die Markierung in der Karte klicken)


© PMSG PersonalMarkt Services GmbH